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gemeinsam säen, ernten und Verantwortung tragen

 

Agroforst – Landwirtschaft mit Bäumen


Was ist Agroforst?
Agroforst ist ein Landwirtschaftssystem, bei dem Bäume und Sträucher gemeinsam mit Nutzpflanzen oder Tieren auf derselben Fläche angebaut werden. Durch diese Kombination entstehen ökologisch stabile, vielfältige und produktive Systeme, die sowohl die Natur als auch die Landwirtschaft stärken.

Im Kern geht es darum, Landwirtschaft und Forstwirtschaft zu verbinden, sodass beide voneinander profitieren.

Die Vorteile von Agroforst
    1.    Bodenschutz und Humusaufbau
Bäume verhindern Erosion, ihre Wurzeln lockern den Boden und Laub sowie Mulch erhöhen die Bodenfruchtbarkeit.


    2.    Klimaschutz
Bäume speichern CO₂, spenden Schatten, reduzieren die Bodentemperatur und schaffen ein günstiges Mikroklima für andere Pflanzen.


    3.    Ertragssteigerung durch Diversität
Obst, Nüsse, Beeren, Gemüse oder Kräuter können auf derselben Fläche kombiniert werden. Auch Tiere wie Hühner oder Bienen können integriert werden.


    4.    Biodiversität
Agroforstsysteme bieten Lebensraum für Vögel, Insekten und Nützlinge – Schädlinge werden dadurch auf natürliche Weise reguliert.


    5.    Resilienz gegen Wetterextreme
Windschutz, Schatten, Wurzelstabilität und Wasserspeicherung helfen den Kulturen, auch bei Trockenheit oder Starkregen besser zu überleben.

Beispiele für Agroforst-Systeme
    •    Baumreihen zwischen Ackerflächen: Obstbäume oder Nussbäume in Reihen, dazwischen Gemüse oder Getreide
    •    Obstbaum- oder Beerengärten mit Unterpflanzungen
    •    Silvopastoral-Systeme: Bäume und Sträucher gemeinsam mit Weidetieren
    •    Hecken oder Gehölze als Feldbegrenzung: dienen als Windschutz, Lebensraum und natürliche Schädlingsbarriere

Kurz gesagt: Agroforst ist eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, die Bäume, Pflanzen und Tiere in funktionierende, stabile Systeme integriert – für mehr Ertrag, Biodiversität und Klimaschutz.